Oboe

Universität Mozarteum Salzburg

Physio - und Mentalcoaching


Physio - und Mentalcoaching ist das Nachfolgekonzept meines Anfangskonzeptes Physiotherapie für Musiker*innen und hat sich in Kombination, nach zahlreich gesammelten Erfahrungen und Erkenntnissen während meiner langjährigen Therapie- und Lehrtätigkeit, aufgrund der Ganzheitlichkeit gegenüber der Aufsplittung in beide Einzelteile sehr bewährt und etliche junge Musiker darin unterstützt, ihre Ziele erfolgreich zu erreichen. Zu sehr beeinflussen sich demnach Körper, Geist und Seele gegenseitig, so dass diese ganzheitliche Herangehensweise leichter zu erfassen ist und Zusammenhänge verständlicher erkennbar werden. In meinem Fall vereine ich mit meinen Ausbildungen als Dipl. Orchestermusikerin, Staatlich geprüfte Physiotherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie (Mentalcoach) „Alles in Einem“.

Entstanden ist das Anfangskonzept Physiotherapie für Musiker*innen mit der Vision, etwas zu kreieren, was im Spitzensport schon lange etabliert ist. Glücklicherweise konnte ich dann auch Einblicke in diese Welt als Physiotherapeutin des Südkoreanischen Skisprungnationalteams mit Einsätzen im Skisprungweltcup (u.a. der Vierschanzentournee) in der Saison 2013/14 sammeln, und als Stipendiatin von Skisprungolympiasieger Toni Innauer mein Wissen vertiefen.

Warum Musiker ebenso wie Sportler körperlich zu schulen und physiotherapeutisch zu betreuen sind, erläutert Dr. Christoff Zalpour, Professor für Physiotherapie an der Hochschule Osnabrück:

„Musiker sind Leistungssportler deren andauernde einseitige wie auch repetitive Fehlbelastung zu Problemen der Muskulatur, des Nervensystems und der Knochen führen kann. Musiker könnten von Sportlern unter Umständen lernen, einen neuen und besseren Bezug zu ihrem Körper zu entwickeln. Die Bewegungen beim Musiker seien zwar andere, weil die Bewegungsamplitude kleiner, dafür aber die Bewegungshäufigkeit weitaus höher sei. Der Musiker vollzieht feinmotorische, immer wiederkehrende Bewegungen. Man weiß, dass Musiker ihren Körper eher intellektuell empfinden. Manche haben über Jahre gelernt, Schmerzen zu unterdrücken oder mit ihnen auszukommen, anstatt darauf mit Ausgleichsbewegungen zu reagieren. Jemand, der professionell musiziert, bräuchte eine ähnliche physiotherapeutische Unterstützung wie ein Spitzensportler“.

Wie im Sport entscheiden Muskelfunktion, Atmung, Kondition, eine geschulte Motorik und Konzentration über die Leistung. Vorherrschend bei vielen Musikern ist jedoch die Diskrepanz zwischen dem Anspruch der perfekten musikalischen Leistung an sich selbst, und dem Verständnis für eine dafür entsprechend optimale Körperfunktion. Es wird oftmals nicht realisiert, dass der Körper das eigentliche »Instrument« ist, dessen Funktionstüchtigkeit für musikalische Spitzenleistung keine Selbstverständlichkeit ist, und dem genauso viel Beachtung geschenkt werden sollte, wie der Arbeit mit dem Instrument. Was für Spitzensportler schonlange zum normalen Trainingsalltag nutzen auch immer mehr Profimusiker zur regelmäßigen Vorbereitung auf wichtige Auftritte/ Wettbewerbe/ Probespiele: Mentales Training. Lampenfieber, Unkonzentriertheit, Selbstzweifel etc. verhindern nicht selten im entscheidenden Moment die Abrufbarkeit der persönlichen Bestleistung.

Auftritts - und Probespielcoaching ist aufbauend zu dem vorher stattfindenden Physio - und Mentalcoaching zu sehen. Coaching wird als eine berufsrollenbezogene, individuelle Personal- und Persönlichkeitsentwicklungsmaßnahme verstanden. Sie dient der „Förderung beruflicher Selbstgestaltungspotentiale, also des Selbstmanagements“.